Osteopathie und Logopädie

Im Bereich der Sprache achtet die Osteopathie auf die Funktion von Atmung, Zungenmuskulatur und myofaszialer Harmonie zwischen Schädelbasis, Halswirbelsäule und Brustkorb. Dazwischen befinden sich Zunge, Halsfaszien  und Sprachorgane.

Oft sind Sprachstörungen durch ein Geburtstrauma begründet. Beim Säugling imponieren in diesen Fällen oft Saug- oder Schluckbeschwerden. Das lässt bereits auf eine Funktionsstörung der Zunge schließen. Auch Kompressionen im Bereich des oberen Brustkorbs sowie des Schultergürtels während des Geburtsvorgangs beeinträchtigen Rippenstellung und Atemmuskulatur. Beides kann später einen Einfluss auf den funktionalen Sprachmechanismus haben.

Asymmetrien oder Kompressionen der Schädelbasis können die Lage und Größe physiologischer Schädelöffnungen verändern, Gefäße und Nerven einengen und somit die Funktion der von ihnen versorgten Sprachorgane in Mitleidenschaft ziehen.  Der Osteopath lockert die Kompressionen und  entlastet myofasziale Spannungen. Damit wird der Sprechapparat wieder funktionstüchtig und der Logopäde kann zusammen mit dem Kind leichter an der Sprachoptimierung arbeiten. Bei Artikulationsstörungen ist unter Umständen zusätzlich eine kieferorthopädische Behandlung erforderlich, weil Zungen- und Unterkieferentwicklung sich stark beeinflussen.